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Inmitten von Geschichte und Tradition auf der Suche nach Stätten der
Verherung und Wallfahrten, eine ideale Wanderung, die durch sämtliche
Ortschaften führt und Einblick in die Vergangenheit bietet. Vielleicht
hatte alles seinen Anfang im Jahre 1169, als einige Zisterziensermönche,
den fliehenden Bewohnern der Isola Comacina folgend, in Plesio Unterkunft
suchten, während die Bewaffneten des Barbarossa die Insel dem Erdboden
gleichmachten. Die Mönche errichteten ein Kloster an einer Stelle,
wo noch heute Reste von "il convento" genannten Gebäuden stehen. Nach
und nach wurden weitere Klöster gebaut: eines in Breglia, eines in
Calveseglio, eines in Ligomena, zwei in Barna (ein Mönchs und ein
Nonnenkloster), der mündlichen Überlieferung nach folgten später noch
andere. Man kann sich gut vorstellen, daß es diese Mönche waren die,
den wichtigsten Wegen entlang, die Votivkapellen, Bildstöcke, kleine
Kirchen errichten haben, die es bei uns in großer Anzahl gibt. Als
zu späteren Zeiten die Dörfer größer wurden, sind die Dorfkirchen
gebaut worden: in Plesio S.Fedele, in Breglia S.Gregorio Magno, in
Barna S.Maria Maddalena. Diese Sakralbauten sind immer noch da, und
jeder - zum Genuß des Besuchers - mit einer eigenen geschitlichen
und kulturellen Vergangenheit. Die auf dem Gipfel des Gordola gelegene
weiße Wallfahrtskirche "Madonna di Breglia" erweckt im Gläubigen ein
besonderes geistiges Interesse. Sie beherbergt eine marmorne Statue
der Jungfrau, die seit über 200 Jahren Gegenstand einer großen Verehrung
ist. Im Jahre 1740 kam sie durch einen Einheimischen, einen gewissen
Tatti, aus Genua nach Breglia, wo sie anfangs in einem einfachen Gebetshaus
bis 1777 aufbewahrt wurde, bis ein neuer Bau begann. Der letzten Strecke
des Pilgerwegs entlang trifft man noch auf einige der 14 Stationen
der "Misteri del Rosario", ursprünglich aus ebensoviel Grantisäulen
bestehend, jede mit einem Gemäldeauf Kupfer das die jeweilige Station
des Leidenwegs darstellt. Wollen wir unsere geistigen Wanderungen
noch bereichern, statten wir den von S.Fedele abhängigen Gebetshäusern
einen Besuch ab. S.Amate (liegt auf 1600 m. Höhe auf dem Kammsattel
des Bregagno, an einem alten Saumpfad); S.Bernardo (entstand, ursprünglich
S.Barnaba geweiht, im Ort Ligomena dank der Spende der dortigen Kongregation,
die auf diese Weise einem Gelübde der Bevölkerung nachkam); S.Rocco
steht an der Grenze zwischen den Pfarreien Plesio und Barna; es wurde
traditionsgetreu zur Zeit der Pestseuche (1648/1649), die das ganze
Gebiet heimsuchte, erbaut; S.Sebastiano (liegt am Rande der Ortschaft
Logo; es wird für das älteste Gebetshaus der Pfarrei gehalten). |
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